Hubertus Pellengahr

Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM
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Sehr geehrte Damen und Herren,

jährlich grüßt das Murmeltier: Wenige Tage vor dem Weltwirtschaftstreffen in Davos veröffentlicht die NGO Oxfam ihren so genannten “Bericht zur sozialen Ungleichheit“. Und stets ist die vermeintliche Nachricht die Gleiche, nämlich, dass das Leben auf unserem Globus ungerechter werde. Die Reichen würden immer reicher, die Armen ärmer.

Die Oxfam-Botschaft findet deshalb regelmäßig ein großes Medienecho, weil sie noch immer die Vorstellungswelt weiter Teile der Bevölkerung trifft. Es ist die Vorstellung einer Gesellschaft, die sich in Gewinner und Verlierer aufteilt. In der die eine Hälfte auf Kosten der anderen lebe. Eine Vorstellung, die unsere Gesellschaft mit einem Fußballspiel gleichsetzt, bei dem es stets um Sieg und Niederlage geht.

Es ist dieses alte wie falsche Bild einer reinen Umverteilungsgesellschaft. Es stammt aus einer lang vergangenen Zeit, als die Menschen in kleinen Gruppen zusammen lebten, als es stets darum ging, Vorhandenes zu teilen. Neues wurde selten geschaffen, Bestehendes lediglich verteilt.

Wir leben heute in einer anderen Zeit. Sie ist dynamisch. Es wird produziert, verändert, verbessert. Jede Minute, jede Stunde, jeden Tag. Die Verteilungsfrage besteht heute in erster Linie darin, den Mehrwert aufzuteilen. Diese Art der Verteilung kennt prinzipiell nur Gewinner. Denn es ist das grundlegendste Prinzip einer freien marktlichen Gesellschaft, dass ein Geschäft nur dann zustande kommt, wenn es für beide Seiten von Vorteil ist.

Deutschland ist der lebende Beweis, dass Marktwirtschaft - in Kombination mit einem funktionierenden Sozialstaat - die beste Garantie gegen Armut ist. Gerade erst ist die Zahl der Hartz IV-Haushalte erstmals unter die 4-Millionen-Grenze gerutscht. Alle Zahlen zeigen aber auch: Es bleibt viel zu tun. Vor allem im Bereich der Bildung, welche die beste Versicherung gegen Armut ist.

Die beiden Ökonomen Judith Niehues und Maximilian Stockhausen haben den Credit Suisse Global Wealth Report 2018, auf dessen Daten der Oxfam-Bericht beruht, für uns analysiert. Entgegen dem, was Oxfam suggeriert, sind die Armen nicht deshalb arm, weil die Reichen reich sind. Wer das glaubt, erweist jenen, die wenig haben, einen Bärendienst. Er ignoriert jene Faktoren, die Wohlstand verhindern. Es sind nämlich vor allem „kriegerische Konflikte und instabile politische Systeme, die den Aufbau und die Sicherung von Wohlstand verhindern und die Etablierung sozialstaatlicher Sicherungssystemen zur Vermeidung von Armut unmöglich machen“, schreiben die beiden Experten auf unserem Blog. Nur wer hier ansetzt, kann das Leben der Menschen verbessern, und die globale Armut weiter (!) zurückdrängen.

Oxfam-Kritik lesen

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